Warum kündigen Mitarbeitende, obwohl Gehalt, Benefits und Home-Office stimmen? Wie eng Arbeitgebermarke und Mitarbeiterbindung zusammenhängen, zeige ich in meinem Beitrag für den Modern Work Blog von Workdate. Meine Antwort ist unbequem, aber eindeutig. Oft fehlt schlicht die Identifikation mit dem Arbeitgeber.
Erzählt habe ich das Thema anhand einer fiktiven Geschäftsführerin eines mittelständischen IT-Unternehmens. Sie hat vieles richtig gemacht. Sie hat moderne Technik eingeführt, Remote-Arbeit ermöglicht und neue Benefits geschaffen. Trotzdem gehen ausgerechnet die Leistungsträger. Im Exit-Gespräch sagt einer von ihnen, er habe nie gewusst, wofür das Unternehmen eigentlich steht.
Warum Arbeitgebermarke und Mitarbeiterbindung zusammengehören
Früher hielten Sicherheit, Weihnachtsgeld oder der Firmenwagen Menschen im Unternehmen. Heute suchen vor allem jüngere Mitarbeitende nach Sinn, Haltung und Gemeinschaft. Emotionale Bindung entsteht deshalb kaum über Anreize, sondern vor allem über Identifikation.
Genau hier setzt die Arbeitgebermarke an. Sie ist mehr als ein Claim auf der Karriereseite. Sie ist die Summe aus Haltung, Verhalten und Erleben und entsteht an jedem einzelnen HR-Touchpoint im Employee Lifecycle.
Hybride Arbeit braucht sichtbare Identität
Besonders im Home-Office fehlt vielen das informelle Erleben von Kultur. Laut Techniker Krankenkasse vermissen 42 Prozent der Erwerbstätigen im Home-Office den direkten Austausch. Arbeitgeber müssen Nähe und Zugehörigkeit deshalb bewusst auch digital schaffen. Das gelingt zum Beispiel mit Teamritualen, kurzen Videoimpulsen der Geschäftsführung oder informellen Gesprächsformaten, die Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenbringen.
Führungskräfte tragen die Arbeitgebermarke
Der wichtigste Hebel sind allerdings nicht Kampagnen, sondern Menschen. Führungskräfte prägen mit ihrem Verhalten und ihrer Kommunikation täglich, wie Mitarbeitende ihr Unternehmen erleben. Wer offen über Haltung, Unsicherheit und Fehler spricht, betreibt internes Employer Branding im besten Sinne. Nicht laut, aber glaubwürdig.
Das ist übrigens kein weiches Thema. Eine gelebte Arbeitgebermarke senkt die Fluktuation, sichert Wissen und entlastet das Recruiting. Wie Employer Branding sich messen lässt, zeigt das Beispiel des Unternehmens LAGERBOX.
Was dich im Artikel erwartet
Die Themen im Überblick:
- Die neue Bedeutung von Mitarbeiterbindung
- Die Arbeitgebermarke als innerer Orientierungspunkt
- Remote-Kultur und aktuelle Studienlage
- Führungskräfte als Träger der Arbeitgebermarke
- Der wirtschaftliche Effekt von Kulturarbeit
- Fünf Lehren für Unternehmen
- Ein ausführliches FAQ zum Thema „Wie eine starke Arbeitgebermarke die Mitarbeiterbindung stärkt““”
Meinen vollständigen Beitrag im Modern-Work-Blog von Workdate lesen

